Riki Jausz
w o r k s
artist statement
In meinen Arbeiten geht es um Verwandlung, um das bewusste Herauslösen von Details aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang. Die ihrer ursprünglichen Umgebung entnommenen Fragmente werden auf einer neuen Ebene zusammengeführt: auf einer Leinwand, Papier oder Holz. Dort wachsen sie durch Malerei, Collage und textile Techniken neu zusammen und noch weiter. Meine Arbeiten eröffnen eine Art von Zwischenraum, in welchem sich Erinnerung und Imagination neu verbinden. Pflanzenartiges, Tierisches und Menschliches vermischt sich zu hybriden Wesen, welche sich in angedeuteten Räumen und Landschaften zeigen, um mit dem Betrachter in einen Dialog zu treten. Die Bilder erscheinen wie traumartige Sequenzen, wirken einerseits fragil und zusammengebaut, andererseits ineinander verwoben und verspielt. Realistische Details verbinden sich mit Fantasie- Gebilden, Mustern und Farbflächen. Ein immer wiederkehrendes Element sind verschlungen Linien, welche rhizomartig über das Bild wachsen und Verbindungen zwischen den Bildfragmenten knüpfen. Mein Ausgangsmaterial sind Fotos, Skizzen, Stoffreste, Pflanzen- und Tierbücher, auch Ausschnitte aus Zeitschriften, Gefundenes aus dem Trödelladen oder aus der Natur. Aus diesem Fundus schöpfe ich, während ich an einem Bild arbeite. Ich übermale während des Arbeitsprozesses immer wieder das schon Entstandene, das Bild verwandelt sich mehrmals und oft entstehen mehrere Bilder gleichzeitig. Ich male, klebe, nähe und sticke, die Teile wachsen ineinander, drunter und drüber- bis alles seinen Platz gefunden hat.
Presse
Riki Jausz` Arbeiten sind Ausdruck einer blühenden Fantasie, bevölkert mit allerhand Wesen, die nicht und irgendwie doch von dieser Welt sind. So bunt die dekorativ zelebrierten Bildgeschichten auf den ersten Blick auch daherkommen, so vieldeutig und hintergründig entpuppen sie sich bei näherer Betrachtung. Riki Jausz ist eine Spielerin mit Versatzstücken, Techniken und Formaten. Poesie und Unheimlichkeit verbinden sich in Ihren Arbeiten zu einem gemalten, genähten, geklebten- anderen- Ganzen.
Edith Schlocker, Tiroler Tageszeitung

p a i n t i n g s

































